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Events - 2007 - Nürburgring
Oktober 2007 - Nürburgring - Grand-Prix-F1-Rennstrecke / Fahrertraining

Vorne weg an ALLE, die nicht teilnehmen konnten - Ihr habt DAS EVENT verpasst, welches für mich das BESTE ist/war, was jemals in Europa von Chrysler für die Viper-Community angeboten worden ist!

Helmut, Thomas, Peter S., Franz, Andrew, Sepp, ? ich weiß, dass Ihr gerne auf die Rennstrecke geht! Beim nächsten Mal müsst Ihr dabei sein.

Unser Dank gilt der Chrysler Deutschland GmbH, die diesen Event möglich gemacht hat. Weiterhin gilt unser Dank der ZAKSPEED Nürburgring Rennfahrerschule GmbH und dort allen Beteiligten, die uns dieses Fahrtraining vermittelt haben.

Insbesondere die Instruktoren von ZAKSPEED haben uns durch Ihre humorvolle und motivierende Ansprache zu Höchstleistungen animiert. Der ganze Event ist ohne jeden Schaden für Mensch und Maschine über die Bühne gegangen, obwohl wir die Autos häufiger am Rande des machbaren über die Piste gesteuert haben. Lediglich ein paar Ausrutscher, die keine bleibenden Schäden - außer vielleicht am "Rennfahrer"-Ego - verursachten, waren zu verzeichnen.

Die Anreise über >650 km am Freitag war von den üblichen Wochenend-Staus begleitet - genauso wie die Rückreise am Montag. Die weite An- und Abreise zeitlich getrennt vom eigentlichen Fahrtraining kann ich nur empfehlen! Die Ermüdungserscheinungen bei Fahrer und Auto nach 1,5 Tagen Fahrtraining sollten Anlass genug sein, eine Pause einzulegen. Das Wetter war perfekt. Kalt, um nicht zu sagen s**kalt, aber sonnig, wenn sich der Nebel lichtete.

Insgesamt waren es über 1800 km in vier Tagen. Davon gut 400 km auf der Grand-Prix-Strecke:



Samstag, Vormittag: zuerst eine Begrüßung und die theoretische Einführung in die Müllenbachschleife. Streckenführung, Fahrphysik, Rennstreckenregeln, Flaggenkunde. Wir lernten alles um für die Fahrübungen gerüstet zu sein. Und wir durften bereits einige Runden um die Müllenbachschleife im Schlepptau der ViperJets fahren, um der Theorie gleich die Praxis zur Seite zu stellen.

Anschließend ging es im Shuttle-Bus zur VIP Lounge von ZAKSPEED, um dem Start des VLN Laufes beizuwohnen und dort das Mittagessen einzunehmen.

Beim Start des VLN Laufes passierte dann auch direkt vor der VIP Lounge ein erster Unfall, bei dem ein Porsche quer von der Start-/Zielgeraden abkam und mit der Front in die Leitplanken einschlug - ein anschauliches Beispiel, "was passieren kann"?die Ambulanz und Rettungskräfte konnten den Fahrer nach längeren Arbeiten an dem verunfallten Porsche bergen und ins KH bringen. Am Abend erfuhren wir, dass er OK ist.

Anschließend ging es zurück zur Müllenbachschleife und zum aktiven Teil des Tages.

Samstag, Nachmittag: geführtes Fahren über diesen Teil der GP-Strecke, hinter dem ViperJet mit steigender Geschwindigkeit durch die Dunlopkehre. Dann der Trainingsschwerpunkt "Anbremsen" aus hoher Geschwindigkeit vor der Dunlopkehre! Mit 160 bis teilweise über 200 km/h bis kurz vor die Kehre und bis zum Einlenkpunkt auf eine Geschwindigkeit abbremsen, die es einem ermöglicht "die Kurve zu kratzen"?

Wir tasteten uns an diese Geschwindigkeiten heran und Bremspunkte von weniger als 100m - teilweise 50m - vor dem Einlenkpunkt, waren der Lohn dieser Übungen.

Die IDEALLINIE sehen und finden, war ein weiterer Schwerpunkt dieses Teils des Fahrtrainings und am Ende der Kehre das progressive Herausbeschleunigen, ohne dabei ein Übersteuern zu provozieren.

Schließlich durften wir noch einen Slalomkurs bewältigen, der ebenfalls der Fahrzeugbeherrschung sehr förderlich ist.

Nach mehreren Stunden dieser Fahrübungen konnten wir schließlich unsere Runden auf der Müllenbachschleife drehen und das gelernte versuchen umzusetzen. Den meisten gelang dies - nur eine SRT-10 wurde ins angrenzende Kiesbett getragen und musste mit dem Kran geborgen werden - kein Schaden am Fahrzeug!

Die Begleitpersonen konnten während des Fahrtrainings das Renngeschehen des VLN Laufes hautnah verfolgen.

Am Abend, nach der Rückkehr ins Hotel, Abendessen und Programmvorstellung für den nächsten Tag, Sonntag.

Anschließend noch ein "Absacker" im Cockpit, der Bar des Hotels mit Probe des "Eifelgeistes", der müde Krieger noch müder macht! Angesichts des Mammut-Programms am Sonntag gingen wir alle frühzeitig zu Bett.

Sonntag, Vormittag: 8 Uhr. Rennstrecke. Eiskalt. Eisiger Wind. Kurzes Briefing zur Gesamtstrecke des GP-Kurses. Dann Start hinter den ViperJets zu vollen Runden auf dem GP-Kurs!

Nach dieser Eingewöhnungsphase dann die Sektionen im einzelnen trainiert:
- Müllenbachschleife / Dunlopkehre
- Ford-Kurve
- Michael-Schumacher-S
- Bit-Kurve
- NGK-Schikane
- Coca-Cola-Kurve
- Mercedes-Arena
- Anbremsen der Kurve am Ende der Start-/Zielgeraden

Stundenlang wurden die diversen Sektionen trainiert und die Ideallinie gefunden - nicht immer, aber immer öfter!

Das Bremsen vor den engen Kehren, Kurven, Schikanen musste geübt werden und wir lernten, dass nur eine "Panikbremsung" den optimalen Zeitgewinn bringen würde. Leichtes Anbremsen gilt nicht - nicht auf der Rennstrecke.

Für das Fahren draußen auf den "normalen" Strassen haben wir alle viel gelernt und manche Hemmschwelle wieder etwas reduziert, wenn es um Schlagbremsen und Ausweichen, Einlenken usw. geht.

Nach einem herzhaften Mittagessen in der ZAKSPEED VIP Lounge dann der
Sonntag, Nachmittag: Fahrtraining auf der Formel1-Grand-Prix-Strecke in Gruppen. Geführte Runden auf der Rennstrecke, hinter den ViperJets, Bewertungsfahrten (wer findet die Ideallinie, die Bremspunkte usw am sichersten?) und schließlich das FREIE FAHREN für alle auf der Rennstrecke. Mehrere Stunden war das möglich.

Die GP-Strecke war immer von Streckenposten abgesichert, das volle Sicherheits-Programm rund um die Rennstrecke stand uns zur Verfügung. Noch eimal ein Herzliches Dankeschön an ZAKSPEED für dieses super Programm!

Insgesamt habe ich meine Viper 408 km auf der GP-Strecke bewegt und dabei festgestellt, dass die Serienbremse im Renntempo leicht an ihre Grenzen zu bringen ist. Aber mit einigen Abkühlrunden ging die Schwammigkeit der zu heißen Bremsen auch wieder weg und der Spaß konnte fortgesetzt werden. Hier zeigte sich die Überlegenheit der SRT-10 Bremsen deutlich.

Auch am Sonntag hatten die Begleitpersonen während des Fahrtrainings ein volles Programm und duften hinter die Kulissen der GP-Strecke schauen, das Rennsport-Museum besuchen und viele andere interessante Unternehmungen machen.

Am Abend des Sonntag gab es schließlich für die nunmehr schon etwas "müden" Fahrer die Teilnehmer-Zertifikate und eine Preisverleihung für die besten Fahrer der Bewertungsfahrten.

Unser Peter L. belegte den 1. Platz und zeigte eindrucksvoll, dass er schon häufig auf der Rennstrecke mit seiner Viper unterwegs war und gegenüber den anderen immer ein Quäntchen voraus ist!

Gratulation zum 1. Platz!




P.S.: einer unserer Instruktoren war Patrick Simon - einer der Fahrer der Viper im 24h-Rennen 2007! Sieger der Klasse SP8.

Fazit: dieses Fahrtraining ist ein MUSS für jeden Viperfahrer - der Gewinn an Fahrzeugbeherrschung und den Spaß, den wir diese zwei Tage hatten, ist das Geld mehr als Wert, welches als Teilnehmergebühr zu bezahlen ist.

Markus



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